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last update: 
03.03.2006 22:22

   
Ist Ihr Kind LEGASTHENIKER?

Herzlichen Glückwunsch! Legastheniker sind:

  •   Überdurchschnittlich Intelligent
  •   Innovativ
  •   Exzellente, intuitive Problemlöser
  •   Kreativ
  •   Oft besonders begabt in nicht-sprachlichen Bereich: mathematisch-technisch, musisch

Es gibt überdurchschnittlich viele Legastheniker unter den Top Künstlern, Wissenschaftler und Geschäftsleuten, wie z.B.:

  •   Hans Christian Anderson. Autor
  •   Richard Branson. Entrepreneur
  •   Carl Gustaf, König von Schweden
  •   Cher. Pop star, Schauspielerin
  •   Agatha Christie. Autor
  •   Winston Churchill. Politiker
  •   Dr. Simon Clemmet. Wissenschaftler
  •   Tom Cruise. Schauspieler
  •   Leonardo da Vinci. Künstler, Erfinder
  •   Thomas Edison. Erfinder
  •   Albert Einstein. Wissenschaftler
  •   Gustave Flaubert. Autor
  •   Noel Gallagher. Oasis Rock Group
  •   Whoopi Goldberg. Schauspielerin
  •   Hamish Grant. Präsident von Axeon
  •   Lord Philip Harris. Entrepreneur und Millionär
  •   Tommy Hilfiger. Designer
  •   Anthony Hopkins. Schauspieler
  •   Jack Horner. Paläontologe
  •   John Irving Autor
  •   Lloyd Le Blanc and Judith Holmes Drewery. Künstler
  •   Nicholas Negroponte. Gründer des Media Lab, MIT
  •   Olaf - King of Norway 
  •   Jamie Oliver. Fernseh-Koch
  •   General George S. Patton, US General in 2. Weltkrieg
  •   Guy Ritchie. Film Direktor
  •   Auguste Rodin. Künstler
  •   Lord Richard Rogers. Internationaler Architekt
  •   Sir Jackie Stewart. Rennfahrer
  •   Robbie Williams. Popstar
  •   William Butler Yeats. Poet
  •   Murray Lachlan Young. Poet, Millionär

„Legasthenie ist keine Krankheit und ist genauso wenig eine Anomalie wie Linkshändigkeit!"

Interessiert? Die „Elterninitiative Legasthenie“ trifft sich monatlich. 
Nächstes Treffen: Montag, den 25. April um 18:30h in der Schule. 
Kontakt: Angela Theil - theil@mweb.com.na Tel: 222430 


Was ist denn eigentlich Legasthenie? 
Eine mir gut erscheinende Definition fand ich im Internet unter http://www.aktuelles-lexikon.de/themen/legasthenie.htm  

Viele Grüße, 
Thomas Hillebrand

Legasthenie 
Als Legasthenie bezeichnet man eine Entwicklungsstörung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten. Es handelt sich dabei um eine so genannte Teilleistungsstörung, bei der das Kind bei sonst guten schulischen Leistungen im Lesen sowie in der Rechtschreibung starke Probleme aufweist, wobei diese nicht auf fehlende Lernbereitschaft oder verminderte Intelligenz zurückzuführen sind. Diese Probleme zeigen sich sowohl in der Muttersprache als auch in Fremdsprachen. Mit zunehmenden Anforderungen der Lesefähigkeit in anderen Fächern, kann sich die Legasthenie indirekt auf die gesamte schulische Entwicklung auswirken. In Deutschland sind rund 10 Prozent der Bevölkerung von dieser auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) bezeichneten Lernstörung betroffen.



Legasthenie - Ursachen
Eine eindeutige Ursache für Legasthenie ist bislang nicht bekannt. Aufgrund von Studien vermutet man jedoch, dass genetische Einflüsse eine große Rolle spielen, da Kinder deren Eltern Legastheniker sind häufiger an Legasthenie leiden. Darüber hinaus nimmt man an, dass Schädigungen vor oder während der Geburt zu Wahrnehmungsstörungen im Bereich des Sehens und Hörens führen und damit eine mögliche Ursache der Legasthenie darstellen.


Legasthenie - Symptome
Die Leseschwäche macht sich durch folgende Auffälligkeiten bemerkbar:

- Startschwierigkeiten beim Lesen
- niedrige Lesegeschwindigkeit
- häufiges Zögern während des Lesens
- Verlieren der Zeile im Text
- Wörter, Silben oder einzelne Buchstaben werden ausgelassen, vertauscht oder hinzugefügt
- das Gelesene wird nicht oder kaum verstanden und kann daher nicht wiedergegeben werden


Bezüglich der Rechtschreibschwäche kommt es besonders oft zu folgenden Auffälligkeiten:

- innerhalb eines Wortes werden die Buchstaben vertauscht
- Buchstaben oder Silben werden ausgelassen oder hinzugefügt
- die Buchstaben b-d , p-q , n-u werden verwechselt
- ähnlich klingende Buchstaben wie d-t oder g-k werden verwechselt
- auffallend viele Fehler in der Groß- und Kleinschreibung sowie in der Grammatik 
- trotz intensiven Übens werden Wörter immer wieder unterschiedlich fehlerhaft geschrieben



Legasthenie - Diagnostik
Die Diagnose kann nur durch Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie oder durch Diplom-Psychologen gestellt werden, wobei die Zusammenarbeit mit Eltern und Schule eine große Rolle spielt.
Zunächst wird dabei ein ausführliches Gespräch geführt, bei dem die bisherige Entwicklung des Kindes festgehalten wird. Darüber hinaus erfolgen eine körperliche Untersuchung um eine organische Erkrankung auszuschließen sowie ein Intelligenztest und eine Überprüfung weiterer Teilleistungen wie Sprache und Konzentrationsfähigkeit.
In der Regel erfolgt die Diagnose erst mit Eintritt in die Schule. Legasthenische Kinder weisen allerdings oft schon im Vorschulalter Probleme auf wie zum Beispiel einen verzögerten Sprachbeginn, mangelndes Sprachverständnis und Sprechvermögen. Mithilfe standardisierter Verfahren ist eine Früherkennung bereits im letzten Kindergartenjahr möglich. Zu diesen Tests gehört beispielsweise das Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibfähigkeit (BISC).

Legasthenie - Therapie
Legasthenie ist nicht heilbar und Nachhilfe allein reicht nicht aus, um ein legasthenisches Kind zu fördern. Doch eine gezielte Therapie kann dem betroffenen Kind helfen mit der Lese-Rechtschreibschwäche umzugehen. Schwere Entwicklungsstörungen können dadurch soweit ausgeglichen werden, dass dem Kind ein normaler beruflicher Werdegang offen steht. 

Gesetzlich ist zunächst die Schule dazu verpflichtet, legasthenische Kinder zu fördern. Dabei ist allerdings zu beachten, dass jedes Bundesland eigene Richtlinien hat, die diese Förderung regeln. Außerdem gibt es nur wenige Lehrkräfte, die über die nötige Ausbildung verfügen, um Legasthenie zu erkennen und zu behandeln. Daher ist es wichtig, dass sich die Eltern nach der Diagnosestellung mit der Schule in Verbindung setzen und wenn nötig um einige Maßnahmen zur Förderung des Kindes bitten durch welche die Lernstörung berücksichtigt wird. Dazu gehört die Versetzung in die erste Reihe um Ablenkungen so gering wie möglich zu halten. Vorlesen oder Schreiben an der Tafel sollte freiwillig geschehen, da legasthenische Kinder diese Situationen als extrem belastend empfinden. Das Kind sollte von der Benotung der Lese- und Rechtschreibfähigkeit befreit werden sowie Zeitzugaben bei schriftlichen Arbeiten erhalten oder statt dessen mündlich geprüft werden.

Generell sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen. Idealerweise ab dem zweiten Schuljahr. Je nach Ausprägung der Legasthenie kann sie aus einer Einzeltherapie bestehen, die ein bis zwei Stunden pro Woche umfasst. Darüber hinaus bietet sich die Arbeit in kleinen Fördergruppen mit vier bis sechs Kindern an. Eine finanzielle Unterstützung kann beantragt werden, wenn solche außerschulischen Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden müssen.

Neben den beschriebenen therapeutischen Maßnahmen ist vor allem die positive Unterstützung durch Eltern und Lehrer extrem wichtig, denn die schulische Belastung kann bei legasthenischen Kindern zu seelischen Problemen führen, da sie trotz ständigem Üben keinen Erfolg haben und zunehmend schwerer den Anforderungen in der Schule gerecht werden können. Allein die Diagnose entlastet die betroffenen Kinder, da ihnen das Gefühl des Versagens genommen wird und sie lernen mit speziellen Methoden ihrer Lernstörung entgegenzuwirken. Durch das Hervorheben der Stärken des Kindes sowie durch Lob bei Teilerfolgen werden Selbstvertrauen und Motivation des Kindes gesteigert. Beim gemeinsamen Lernen mit dem Kind ist zu beachten, dass eine Nutzung aller Sinneskanäle (Sehen, Hören, Sprechen, Schreiben) am effektivsten ist.

Legasthenie - Hilfsmittel
Es gibt für legasthenische Kinder eine Reihe von Hilfsmitteln, die sie vor allem bezüglich der Leseschwäche unterstützen. Um beispielsweise zu verhindern, dass das Kind beim Lesen die Zeile verliert, kann man aus Karton einen so genannten Lesepfeil anfertigen. Um zusätzlich die optische Wahrnehmung zu verbessern kann man einen lupenähnlichen Lesestab aus Plexiglas oder eine Hellsicht-Zeilen-Lupe einsetzen. Beides ist in augenoptischen Fachgeschäften erhältlich. 

Legasthenie - Lernsoftware 
Ergänzend zur Therapie gibt es mittlerweile eine große Anzahl verschiedener Computerlernprogramme, die speziell auf legasthenische Kinder verschiedener Altersklassen zugeschnitten sind. Auf spielerische Art werden Augen, Ohren, Konzentration und Merkfähigkeit trainiert. Die Programme gehen dabei meist speziell auf die oben genannten Probleme ein. 

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